Gutachten für Gerichte

Ein qualifiziertes Instrument zur Beweissicherung technischer und rechtlicher Sachverhalte

Im Bereich der Ordentlichen Gerichtsbarkeit können für die Zivilkammern aller ordentlichen Gerichte Gutachten bei Streitigkeiten in Bausachen und z. T. bei Personenschäden erstattet werden.

 

Das betrifft in der Regel Streitfälle in Werkvertrags- und Baurechtsverfahren, im Zivilprozess sowie auch im selbständigen Beweisverfahren.

 

Der Ist-Zustand wird festgestellt und dokumentiert. Abweichungen vom Soll werden bewertet. Der Zustand oder Wert einer Sache, die Ursache eines Personenschadens, z. B. bei Rutschunfällen, Sachschäden oder Sachmängel, der Aufwand für die Beseitigung eines Sachschadens oder Sachmangels bilden oft den Inhalt von Gutachtenaufträgen.

 

Gerichtsgutachten werden vom öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Michael Kreuer für Gerichte im gesamten Bundesgebiet erstattet.

 

 

Besonderes Leistungspotenzial

Ein besonderes Leistungspotenzial des Sachverständigen stellt die Gleitreibewiderstandsmessung nach DIN 51131 dar. Diese Leistung erfordert spezielle Fähigkeiten und Kenntnisse und wird nur von wenigen Sachverständigen beherrscht. Oft geht es dabei darum, die Einhaltung geforderter oder zugesicherter Eigenschaften zu überprüfen aber auch zur Klärung, ob akut Rutschgefahr vorliegt und diese z. B. die Ursache eines Personenschadens darstellt.  

 

Bodenflächen im Bestand
können hinsichtlich Rutschhemmung ausschließlich aufgrund einer Bestimmung des Gleitreibewiderstandskoeffizienten durch Gleitreibewiderstandsmessungen nach DIN 51131 bewertet werden. Dazu wird ein von den Berufsgenossenschaften einzig dafür zugelassenes, selbstfahrendes Messgerät eingesetzt.

 

Zur Bestätigung der IST-Werte im Vergleich zu den SOLL-Werten der Flächen werden Betriebsmessungen mit Bestimmung des Gleitreibewiderstandskoeffizienten nach der geltenden Norm DIN 51131 und der BGI/GUV-I 8687 durchgeführt. Die Ergebnisse werden mit Bezug auf die Messpunkte aus den Plänen in einer Tabelle dargestellt, belegen je nach erreichtem Wert eine Betriebstauglichkeit oder Betriebsuntauglichkeit der Flächen und geben Aufschluss darüber, ob bei festgestellten kritischen Werten Maßnahmen erforderlich werden. Ob ein Personenschaden auf eine von den Flächen ausgehende Rutschgefahr zurückzuführen ist, kann eindeutig duch die Messungen festgestellt werden.

 

Ob für das eingebaute Produkt auf Bodenflächen Herstellerangaben oder planerische Vorgaben für notwendige Eigenschaften bezüglich Rutschhemmung, sogenannte R-Werte, erfüllt sind oder eingehalten werden, kann ausschließlich labortechnisch an dem Produkt selbst (im ungebrauchten Lieferzustand !) oder an großflächig aus den Bestandsböden ausgebauten Prüfflächen im Zuge einer Baumusterprüfung oder Bestätigungsprüfung festgestellt werden. Diese Methode besitzt für eine Bewertung von eingebauten Bestandsflächen allerdings keine Aussagekraft. R-Werte gelten ausschließlich für nicht eingebaute, unverlegte Ware bzw. Prüfflächen daraus, nicht jedoch für bereits eingebaute Flächen.